Wären wir in den 60er Jahren, dann wäre solch eine Serie im öffentlichen Fernsehen wohl ein wirklicher Tabubruch und würde für einen wahren Aufschrei sorgen. Manche mögen die neue Serie des MDR „Make Love – Liebe kann man lernen“ aber auch in unserer heutigen Zeit – trotz der weitreichenden Verfügbarkeit von sexuellen und erotischen Inhalten – noch als einen Tabubruch im Kleinen ansehen.


Birth Into Being / CC BY-NC-SA

In dieser neuen Ratgeber Sendung des Mitteldeutschen Rundfunks rund um Sexualität und intime Erfahrungen spricht die Expertin in Liebesdingen Ann-Marlene Henning mit Paaren offen über deren Sexualleben. Am heutigen Sonntag ist die erste Folge im MDR zu sehen. Darin wird der Sex ab 40 thematisiert. Generell will man mit dieser Sendung ernsthaft informieren, es geht um echten Sex und echte Probleme. Dadurch grenzt man sich klar von der Pornoindustrie und verwandten Inhalten ab.

Der/Die eine oder andere von uns mag sich in diesem Zusammenhang spontan an die ehemalige Sendung „Wa(h)re Liebe“ erinnert fühlen, welche von 1994 bis 2004 regelmäßig donnerstagabends auf VOX ausgestrahlt wurde. Als Moderatorin fungierte die kultige Kunstfigur Lilo Wanders. Sie fragen sich dann jetzt bestimmt, was die Aufregung um die neue Sendung des MDR soll und warum hier von einem Tabubruch die Rede ist.

Das mag vor allem daran liegen, dass dieser freizügige Umgang mit Sexualität vor allem für das öffentlich-rechtliche Fernsehen recht ungewohnt ist. Tatsächlich stellt in „Make Love – Liebe kann man lernen“ ein Modellpaar die Ratschläge der Expertin in die Tat um.

Egal, ob es um die besten Stellungen für ältere Paare geht, Libidoprobleme oder Lust und Frust im Beziehungsalltag – der Liebes-Unterricht im TV kennt keine Scheu.

Im ersten Teil, der heute Abend ausgestrahlt wird, dreht sich alles um Sex ab 40. Man geht der Frage nach, wie sich die Beziehung im Bett verändert, wenn Körper und Geist älter werden.

Das Format geht bereits in die zweite Staffel, am 16., 23. und 30. November zeigt der MDR jeweils um 22 Uhr die neuen Folgen. Die Sendung wurde sogar für den Grimme Online Award nominiert.

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