Rund 7 Mio. Singles sind laut Stiftung Warentest in Deutschland in Online-Partnerbörsen auf der Suche – entweder nach Geborgenheit und Liebe in einer Partnerschaft oder nach einem erotischen Abenteuer.
Der Branchenumsatz der Partnerbörsen hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Ein lukratives Geschäft für die Betreiber, die mit ihren Slogans oft mehr versprechen als sie bieten. Grund genug, die großen Partnerbörsen ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Das hat Stiftung Warentest dann auch kürzlich gemacht.

Stiftung Warentest hat zwei Varianten der Partnerbörsen im Internet getestet:

Singlebörsen:

Diese sogenannten Singlebörsen werden eher von jungen Leuten genutzt und es geht hier primär nicht um den Partner fürs Leben, sondern ums Flirten, Spaßhaben und Neue-Freunde-Finden.
Die Mitglieder werden hier selbst aktiv, d.h. sie durchsuchen anhand von selbstgewählten Kriterien die Datenbank nach passenden Partnerprofilen.

Partnervermittlungen:

Diese unterbreiten ihren Mitgliedern nach einem Persönlichkeitstest Partnervorschläge. Die Kunden sind hier meist etwas älter und eher an langfristigen Partnerschaften interessiert.
Partnervermittlungen verlangen meist wesentlich mehr Geld als Singlebörsen. Dies lässt sich unter Umständen auf die hohen Kosten der wissenschaftlichen Persönlichkeitsanalysen zurückführen.

Singlebörsen und Partnervermittlungen im Vergleich laut Stiftung Warentest

Anfang des Jahres 2011:

8 Singlebörsen und 6 Partnervermittlungen wurden von geschulten Singles in Anspruch genommen. Ein Jurist prüfte dabei die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf Klauselverstöße.

Singlebörsen im Vergleich:

Empfehlenswert:
Dating Cafe.de:

Fair und günstig: Kann einen Monat kostenlos getestet werden. Für Frauen unter 45 Jahren kostenlos. Freiwillige Authentifizierung durch Kopie des Personalausweises.
Verbraucherfreundliche Vertragsbedingungen.
Preis: 51,– Euro für drei Monate

iLove:

Günstig und sehr gute Hilfe. Für Frauen kostenlos zu nutzen. Flirtportal für junge Leute, umfangreiches Persönlichkeitsprofil. Modernes Layout, aber schwierige Navigation aufgrund von verwirrenden Menüs und unklaren Begriffen.
Abrechnung auch per Handy oder Click and Buy. Viele Infos und Hilfen.
Einige anstößige Zuschriften.
Preis: 48,– Euro für drei Monate

Finya.de:

Solide und kostenlos. Einfaches Layout und etwas unübersichtlich.
Viele Mitglieder, aber oft mit unvollständigen Profilen.
Unverschlüsselte Datenübertragung.
Kostenlos

Bedingt empfehlenswert:
neu.de:

Modernes Layout, einfache Navigation. Schwächen beim Umgang mit den Nutzerdaten.
Preis: 74,50 Euro für drei Monate

Friend Scout 24:

Bei der Nutzung (Profil erstellen/suchen, Partnerangebote/Kontaktaufnahme) bester Anbieter im Test.
Schwächen beim Umgang mit Nutzerdaten, deutliche Mängel bei den Geschäfts-
bedingungen. Einige unseriöse Zuschriften:
Preis: 150,– Euro für drei Monate

50 plus Treff:

Richtet sich an Personen ab 45 Jahre. Gut zu nutzen, aber Schwächen bei der Datenverschlüsselung und sehr deutliche Mängel in den AGB.
Freiwillige Authentifizierung durch Kopie des Personalausweises.
Neben der Partnersuche gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm.
Preis: 59,50 Euro für drei Monate

flirt-fever:

Flirtportal für vorwiegend jüngere Leute. Wenig Infos vor der Registrierung.
Verbraucherunfreundliche Vertragsbedingungen.
Probeabo verlängert sich auf neun Wochen, wenn man nicht kündigt.
Schwächen bei Hilfe und Datenverschlüsselung.
Viele zweifelhafte Profile. Häufige Abwerbversuche auf andere Seiten.
Preis: 83,– Euro für elf Wochen

Davon wird abgeraten:
FlirtCafe:

Unseriös: Wer wissen will, was hier passiert, muss ein zweiwöchiges Probeabo für 1,99 Euro abschließen. Wer vergisst dieses zu kündigen, wird für 114,– Euro sechs Monate Mitglied. Mängel bei Vertragsbedingungen, Umgang mit Nutzerdaten und Geschäftsbedingungen. Viele Profile wirken nicht authentisch. Viele unseriöse Nachrichten.
Preis: 114,– Euro für sechs Monate

Partnervermittlungen im Vergleich:

Parship.de:

Ernsthaft und solide. Sehr viele Partnervorschläge im Test.
Partnervorschläge anhand eines sehr umfangreichen Persönlichkeitsprofiles.
Guter Überblick im kostenlosen Modus.
Im Test am Besten abgeschnitten, aber sehr teuer.
Preis: 180,– Euro für drei Monate

be2:

Knapper Persönlichkeitstest mit nicht immer nachvollziehbarem Ergebnis.
Einmonatiges Abo verlängert sich, wenn man nicht kündigt.
Von einem „internen Mailsystem“ werden automatisch Nachrichten verschickt, und somit eine große Aktivität vorgetäuscht.
Preis: 150 ,– Euro für drei Monate

Elite Partner:

Sehr umfangreicher Persönlichkeitstest. Sehr viele Partnervorschläge.
Sehr gute Informationen und Hilfen. Vorbildlicher Umgang mit Nutzerdaten.
Aber: Kündigt man nicht vier Wochen vor Ablauf des Vertrages per Post oder Fax,
erhält man automatisch eine 6-Monats-Mitglieschaft für rund 300,– Euro.
Deutliche Mängel in den AGB.
Preis: 180,– Euro für drei Monate

eDarling:

Umfangreicher Persönlichkeitstest. Sehr viele Partnervorschläge.
Mangelhaft bei Datenschutzbestimmungen, deutliche Mängel in den AGB.
Sehr gute Infos und Hilfen.
Preis: 150,– Euro für drei Monate

partner.de:

Günstige Partnerbörse. Mängel beim Datenschutz. Sehr ausführlicher
Hilfe- und Informationsbereich.
Preis: 74,50 Euro für drei Monate

partnersuche.de:

Schwächen bei der Datenverschlüsselung. Einfache Kündigung. Teuer.
Verdächtige Profile können nicht gemeldet werden.
Preis: 179,– Euro für drei Monate

Dies waren nun in Kürze die Ergebnisse der Stiftung Warentest zum Thema Partnerbörsen. Mehr dazu erfahren Sie auf der Homepage der Stiftung Warentest. Wir hoffen, dass diese Ergebnisse Ihnen helfen werden, Orientierung im Dschungel der Partnervermittlungen und Singlebörsen zu erlangen.

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Kommentar (1)

  1. Petre

    14. Oktober 2011 auf 11:10

    auf Stiftung Warentest ist noch verlass 😉

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