Flirt Glossar – Lolitakomplex

Als Lolitakomplex (auch Nymphophilie aus Nymphe und -philie) wird ein starkes erotisches oder sexuelles Verlangen von Männern ab dem mittleren Lebensalter zu Mädchen oder jungen Frauen bezeichnet.

Der Name stammt ursprünglich aus dem gleichnamigen Roman „Lolita“ des Autors Vladimir Nabokov aus dem Jahre 1955 und wurde innerhalb der nachfolgenden Jahre in dem heutigen Bedeutungssinn etabliert.

Damit verwandt ist der Begriff der Nymphophilie, der aus dem Englischen stammt und einen Zustand beschreibt, in welchem sich ein Mann mittleren Alters von einem Mädchen angezogen fühlt, das sich in einem Altersbereich von kurz vor der Pubertät bis zum Teenager befindet und auch dem Typus der Kindfrau zugeordnet werden kann.

Umgangssprachlich ist die Definition dieser Begriffe aber oft ungenauer und umfasst je nach kultureller Konvention recht vieles, sobald nur der Altersunterschied groß genug ist. Das bedeutet, dass es bei den gemeinten jungen Frauen nicht zwangsläufig um Minderjährige handeln muss. Es wird vielmehr eine Beziehung erwachsener Männer zu jungen Mädchen im Allgemeinen gemeint.

Kontroversen

Die Diskussionen um das Buch „Lolita“ und den Lolitakomplex – übrigens kein anerkannter Komplex der Psychoanalytiker – werden seit jeher von den beiden Lagern der Feministen und Maskulinisten erbittert und kontrovers geführt. Darin geht es meist, vereinfacht ausgedrückt, um die Fragestellung, ob die jungen Frauen von sich aus aktiv verführen, oder ob sie von erfahreneren Männern gezielt verführt werden.

Es kann jedoch gesagt werden, dass Männer, die nymphophile Neigungen verspüren und aktiv den Kontakt zu minderjährigen Personen suchen, eindeutig die Grenzen überschreiten, die Staat und Gesellschaft zum Schutz der Jugend geschaffen haben.

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