Flirt Glossar – Speed Dating

Speed-Dating ist ein Trend aus den USA, der sich auch bei uns immer größerer Beliebtheit erfreut. Es ist eine schnelle Art des Kennenlernens, egal ob es sich um einen potentiellen Partner oder auch nur einen Flirt oder eine Freundschaft handelt. Auch Freizeitpartner für gemeinsame Aktivitäten wie Sport, Reisen, usw. können so gefunden werden.

Infografik zum Phänomen Speed Dating

Infografik zum Phänomen Speed Dating

Aufbau und Ablauf

Beim Speed-Dating handelt es sich um ein organisiertes Blind Date. Mehrere Singles, im gleichen Geschlechterverhältnis, treffen sich in einer festgelegten Lokalität und führen ein zeitlich begrenztes Gespräch (ca. 5-10 Min.) miteinander.

Danach kann man auf einem Zettel ankreuzen, wen man gerne kennenlernen würde. Die Kontaktdaten werden dann vom Organisator weitergegeben, wenn das Interesse auf beiden Seiten besteht.

Im Gegensatz zu Kontaktanzeigen, kann man sich durch das kurze Gespräch gleich ein Bild von der anderen Person machen und so nach einigen Sätzen entscheiden, ob der gegenüber sitzende sympathisch ist. Es ist ein sehr direkter Weg, um einen anderen Menschen kennenzulernen und jeder weiß, weswegen der andere hier ist.

Ursprung und Herkunft

Ursprünglich war das Speed Dating eine aus den USA stammende Kontaktplattform für Alleinstehende jüdischen Glaubens, mit der Aussicht die Zahl der jüdischen Ehen zu erhöhen. Diese Methode wurde aber auch genutzt, um Geschäftskontakte zu finden. Als Urheber (seit 1998) gilt Rabbi Yaacov Deyo, Mitglied der orthodox-jüdischen Organisation Aish HaTorah mit Sitz in Los Angeles (Kalifornien, USA).

Auf das von Rabbi Deyo gegründete Speed-Dating folgten wenig später diverse Speed-Dating-Events, in der Regel kommerziell ausgerichtete Veranstaltungen ohne religiöse Vorgabe, an denen männliche und weibliche Alleinstehende in gleicher Anzahl teilnehmen.

Wo finden Speed Dating Veranstaltungen statt?

In fast allen deutschen Großstädten finden regelmäßig Veranstaltungen dieser Art statt. Für offene, neugierige Menschen bietet das Speed-Dating eine gute Methode um den Partner fürs Leben zu treffen.

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, diese Form des Datings zu nutzen, dann empfehlen wir Ihnen eine kurze Vorbereitung. Schreiben Sie beispielsweise ihre gewünschten Eigenschaften beim Gegenüber auf und formulieren Sie dann einige prägnante Fragen, die Sie gerne stellen würden. 5-10 Minuten sind sehr kurz, um sich ein Bild vom potentiellen Partner zu machen. Daher sparen Sie sich somit eine Menge Stress und können souverän auftreten.

Eine Übersicht zu Veranstaltungen in vielen großen deutschen Städten gibt es hier:

DateYork – Speed Dating in deiner Stadt

Studienergebnisse und Kritik

Speed-Dating-Veranstaltungen standen bereits mehrfach im Mittelpunkt von wissenschaftlichen Untersuchungen. Hierbei kam heraus, dass die oft genannten und gehörten „inneren“ Werte bei beiden Geschlechtern bei solchen Veranstaltungen weitgehend nebensächlich waren. So sollen auch die Inhalte des Gesprächs nicht viel zählen, sondern die Ergebnisse legten nahe, dass beide Geschlechter vor allem die Personen wiedersehen wollten, die ein attraktives Aussehen aufwiesen.

Bei einem Studiensetting teilten die Wissenschaftler den Teilnehmern aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes imaginäre Ränge zu, die auffallend stark mit dem anschließenden Erfolg bei diesen Veranstaltungen korrelierten.

Eine weitere interessante Studie an der Humboldt Universität legt dar, wie viel Zeit und Geld ein durchschnittlicher Single investieren müsste, bis er zum Erfolg kommt. Bis ein Teilnehmer eine feste Partnerschaft gefunden hat, muss laut den Ergebnissen der Psychologen durchschnittlich 75 Stunden Geschwindigkeitsplaudern und dafür insgesamt 550 Euro investieren.

Professor Jens Asendorpf und seine Kollegen schickten dabei 384 echte Singles im Alter zwischen 18 und 54 Jahren zum Speed-Dating. Die Probanden mussten Fragebögen ausfüllen, wurden beim Plaudern gefilmt, durften sich drei Minuten lang beschnuppern, dann wurde gewechselt. Auf Kärtchen sollten die Liebesbedürftigen hinterher angeben, wen sie wiedersehen möchten. Stimmten beide Gesprächspartner mit „Ja“, bekamen sie die Kontaktdaten des Auserwählten.

Das Ergebnis: 40% der Teilnehmer telefonierten anschließend miteinander, 39% trafen sich für ein Date. Nach sechs Wochen gaben die 15 Teilnehmer an, sie haben zumindest einen Sex-Partner gefunden. 25 glaubten, es entwickelt sich gerade eine Beziehung. Der nächste Liebescheck nach einem Jahr zeigte aber: Nur noch 17 der 384 Suchenden waren mit ihrem Speed-Date zusammen. Bei Kosten von etwa 30 Euro für einen Abend, muss man laut den Wissenschaftlern etwa 550 Euro ausgeben, um irgendwann Liebe zu ernten.

Das ist allerdings ein sehr hypothetischer Fall, der so einfach nicht auf einen einzelnen Teilnehmer zutrifft. Letzten Endes hat man die Karten doch auch noch selbst in der Hand und kann aktiv zu seinem Liebesglück beitragen.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Beim Speed-Dating sind Männer offenbar weniger anspruchsvoll als Frauen. Während sie fast jede zweite Frau wiedersehen wollen, geben die Damen zwei von drei Männern einen Korb.

Oder werden Männer beim Speed-Dating benachteiligt? Eine neue Studie der US-Psychologen Eli Finkel und Paul Eastwick von der Northwestern University in Evanston liefert überraschende Erkenntnisse: Dass Frauen wählerischer sind, sei nur dann zu beobachten, wenn Männer bei dem kurzen Kennenlerntreffen von Tisch zu Tisch wandern, während die Damen sitzen bleiben durften. Bei einem Rollentausch sei das nicht mehr festzustellen, berichtet der Onlinedienst des Fachmagazins „Nature“.

Eine Auswahl an Testberichten und Artikeln zu Speed Dating Anbietern finden Sie auch bei uns über den folgenden Link:

Testberichte – Speed Dating Seiten

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