Wartet beim nächsten Klick das Glück?

Mit dieser Frage warf die BILD Zeitung vergangene Woche in der Sonntagsausgabe das Thema Online Dating und Singlebörsen im Internet erneut auf. Für diese Themenwahl gab es allerhand gute Gründe.

So suchen zurzeit 7,5 Millionen Singles in Deutschland im Internet nach einer neuen Liebe. BamS recherchierte in diesem Rahmen die 50 besten Netzadressen für Liebe, Flirten und Abenteuer. Was es kostet, was es bringt und welche Fallen lauern.

Auf Dauer allein macht doppelt traurig. 12 Millionen Deutsche sind ohne Partner, und die meisten von ihnen sind unglücklich darüber. In Deutschlands Singlehauptstadt Berlin sucht sogar jeder Vierte jemanden, mit dem er sein Leben teilen kann. Nicht immer einfach, denn vor allem Alleinerziehende oder Berufstätige haben selten Zeit noch Energie, abends oder am Wochenende loszuziehen, um jemanden kennenzulernen.

Einfacher geht’s dann übers Internet: Zu Hause gemütlich hinsetzen, einloggen, loslegen. Mehr als 200 Online-Partnerbörsen gibt es mittlerweile, die bei der Suche nach Traumfrau oder Traummann behilflich sein wollen. Wir werden versuchen, diese Partnerbörsen nach und nach hier in unserem Blog Dating-Vergleich vorzustellen und kritisch zu bewerten. Daneben hoffen wir auf Erfahrungsberichte von Nutzern und Ex-Mitgliedern, welche neuen Interessenten viele Anhaltspunkte zur Auswahl eines Online Dating Dienstes bieten können.

Aber wie seriös sind diese Dienste? Sind die Anbieter wirklich kostenlos, nur weil sie mit „gratis anmelden“ werben? Und geht es den Nutzern um eine ernsthafte Partnerschaft oder nur um schnellen Sex?

BILD am SONNTAG machte den Test. Vier Kollegen flirteten sich durch die Portale, stellten gemeinsam mit einem Expertenteam die 50 besten Single- und Partnerbörsen im Internet zusammen. Seiten für erotische Abenteuer wurden nicht berücksichtigt.

Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Liebe aus dem Netz.

Wie groß ist die Bedeutung von Online-Partnerbörsen?

Von 12 Millionen Singles in Deutschland sind rund 7,5 Millionen im Internet auf der Suche nach der großen Liebe, so eine aktuelle Studie des Hamburger Analyse-Instituts Nielsen. Weitere rund drei Millionen Deutsche suchen ein schnelles erotisches Abenteuer ohne Verpflichtung.

Welche Menschen nutzen das Netz der Liebe?

Ganz einfach: alle! Akademiker und Unternehmer suchen laut Nielsen-Studie genauso wie Metzger, Sachbearbeiter, Studienräte oder Verkäuferinnen.
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So formulieren Sie Ihr Profil richtig

Das sollte man machen . . .

  • immer richtige Angaben beim Selbstporträt
  • das netteste, natürlichste Foto reinstellen
  • den Traumpartner so detailliert wie möglich beschreiben
  • positive Sätze benutzen
  • die wichtigsten Erwartungen ansprechen
  • immer einen neutralen Nutzer-Nicknamen wählen
Wie funktioniert die Partnersuche übers Internet?

Persönliche Daten angeben, fertig! Anmelden kann sich jeder, je nach Altersbegrenzung. Einige Portale haben sich allerdings auf bestimmte Personengruppen spezialisiert und grenzen die Nutzergruppe ein (z. B. nur für Akademiker, Generation 50 plus etc.).

Was kostet die Partnersuche im Internet?

Die Spannbreite reicht von kostenlos bis 49 Euro im Monat. Bei den meisten Anbietern ist die sogenannte Basismitgliedschaft gratis. Mit der kann man sich selbst ausführlich präsentieren, eventuell noch ein Foto hochladen und dann auf Angebote hoffen. Wer selbst aktiv werden und andere Singles anschreiben möchte, muss in der Regel bezahlen.

Gibt es bei den Kosten versteckte Fallen?

„Ja“, warnt Verbraucherschützerin Julia Rehberg. „Bei vielen Anbietern werden die Verträge nicht für einen bestimmten Zeitraum – zum Beispiel drei oder sechs Monate – geschlossen, sondern der Vertrag läuft ewig weiter, wenn er nicht widerrufen wird.“ Sie rät: „Am besten per Einschreiben mit Rückschein kündigen.“

Kann man von Online-Dating süchtig werden?

Selbstsichere Menschen sind eher nicht gefährdet. Für sie sind Single-Börsen nur eine Alternative zu ihren anderen Kontaktmöglichkeiten. Wer sich hingegen im „echten Leben“ nicht traut, auf andere zuzugehen und ohnehin sehr viel im Internet unterwegs ist, der ist gefährdet. Wer prüfen will, ob er onlinesüchtig ist, findet einen kostenlosen Test unter www.palverlag.de/Internetsucht.php.

Bei der Anmeldung müssen Name sowie eine private E-Mail-Adresse angegeben werden. Wie sicher sind diese Daten?

„Die Daten sind, wie bei allen Online-Portalen, nicht zu 100 Prozent gegen Missbrauch geschützt“, sagt der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. Das sieht auch Verbraucherschützerin Julia Rehberg so: „Verzichten Sie daher darauf, zu viele Details preiszugeben. Z. B. über Vermögensverhältnisse, Ihren Arbeitgeber oder Ihren Verdienst.“

Viele Portale bieten einen Persönlichkeitstest – warum?

„Um die Partnersuche zu optimieren“, sagt Psychologin Dr. Doris Wolf. „Die Antworten der Suchenden werden verglichen. Je mehr Antworten gleich oder ähnlich sind, desto besser passen die Partner eventuell zueinander.“

Wie wurden die Seiten geprüft?

Die BILD-am-SONNTAG-Redakteure haben sich wie normale Nutzer bei allen Portalen angemeldet. Dazu füllten sie alle Fragenkataloge aus und machten die geforderten Persönlichkeitstests. Die Anmeldungen dauerten je nach Anbieter bis zu zwei Stunden.

Wie viele Partnervorschläge bekamen die Redakteure?

Die Tester erhielten pro Tag bis zu 70 ernst gemeinte Mails von Interessenten.

Was beurteilte die BILD-am-SONNTAG-Psychologin?

Dr. Doris Wolf beurteilte u. a. den optischen Eindruck des Portals: Ist die Seite attraktiv gestaltet? Oder möchte man den Computer gleich wieder ausschalten? Sind die Farben, Fotos und Schriften auf der Seite emotional ansprechend oder abstoßend?

Was war den Verbraucherschützern wichtig?

Julia Rehberg, Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg, und Markus Hamer, Geschäftsführer vom Deutschen Institut für Service-Qualität, klickten sich durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Welche Aufgabe hatte die Dating-Expertin?

Die Schauspielerin Ina Rudolph hat seit Jahren Erfahrung mit Single-Börsen. Sie meldete sich schon vor Jahren selbst bei verschiedenen Portalen an, fand dort auch ihren Mann. Sie beschreibt, wie effektiv die Seiten aus ihrer Sicht sind.

Das Fazit: Welche Seiten gefielen dem Experten-Team am besten?

Die besten Portale sind die, die sich auf bestimmte Personengruppen spezialisiert haben. Dazu zählen Angebote wie www.moms-dads-kids.de (für alleinerziehende Singles), www.rubensfan.de (korpulente Menschen), www.lebensfreude50.de (Generation ab 50 Jahre) oder www.bingross.de(überdurchschnittlich lang). Nicht nur die Aufmachung der Seiten gefiel den Experten, sie lobten in diesen Fällen auch, dass es keine versteckten Kosten gibt.

Den Bericht der BamS im Original können Sie hier nachlesen.

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Kommentar (1)

  1. chrisy

    9. Dezember 2013 auf 09:22

    Finde ich übrigens klasse, dass es Singleportale auch für spezielle Altersgruppen wie 50+ usw. gibt. Da kann man schon viel gezielter suchen und muss sich nicht erst bei 100 verschiedenen Datingplattformen anmelden, bis man mal passende Profile entdeckt hat. Danke für den Beitrag – werde mich mal bei den genannten Portalen umsehen 😉

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