Ich habe mich früher Sara oder Vanessa genannt und war für viele Escort Agenturen in Deutschland und auch in der Schweiz tätig. Etwa 5 Jahre habe ich als Begleitdame gearbeitet und dabei Manager auf Reisen begleitet und ihnen auch sexuelle Wünsche erfüllt. Eine Zeit voller kurioser Erlebnisse und eine Zeit voller schöner Erinnerung. In den Medien lese ich immer wieder viel zu uns Escort Damen. Doch oft sind die Berichte gemischt mit negativen Anmerkungen oder dem Verweis, dass uns der Zwang dazu verleitete. Doch viele Journalisten scheinen nur wenig Ahnung zu haben, von dem was wir machen. Ich möchte Euch einmal kurz aus meinem Leben erzählen, einen Eindruck von dem Job vermitteln.

Wie wurde ich Escort Dame

In den früheren Jahren war Sex für mich immer sehr langweilig. Das lag wohl auch dran, dass mein Freund und ich nur wenige Sache im Bett ausprobierten. Als wir uns trennten, wagte ich einen Neuanfang. Ich zog in eine große Stadt und wollte mir dort ein neues Leben aufbauen. Zunächst fühlte ich mich einsam. Auf meine Bewerbungen bi großen Firmen bekam ich schon bald einige Vorstellungstermine. Doch alles erschien mir so eintönig, farblos. Ich wollte was anderes.

Beichte einer Escort Dame

Beichte einer Escort Dame
Fotografie von Ilya Yakover (Unsplash)

Dann fand ich eine Art Stellenausschreibung bei einer Begleitagentur. Das reizte mich, aber Angst hatte ich auch. Begleitung hieß auch Sex mit Fremden. Etwas ganz anderes, als wenn an sich mit einem Mann verabredet, den man in einer Dating Plattform kennengelernt hatte. Doch ich war neugierig und so zog es mich nur wenige Tage später zu einem persönlichen Gespräch in der Agentur, das durch eine sympathische Frau im mittleren Alter geführt wurde. Sie musterte mich und erklärte mir Abläufe und Hintergrund. Fragte mich ganz offen, wie ich mit Sex umgehen, ob ich schon ONS gehabt hätte und überhaupt, ob ich Probleme mit meiner Sexualität hatte.

Sehr nervös versuchte ich jede Frage positiv zu beantworten. Zum Schluss musste ich mich vor ihr noch einmal ausziehen. Sie musterte nun meinen Körper von oben bis unten und sagte, sie wolle es mit mir probieren. Ich stimmte zu. Als nächstes stand ein Termin in einem 5-Sterne Hotel an, bei dem ich auf dem Bett und auf einem Stuhl erotisch in Spitzenwäsche posieren musste. Diese wurden nachher auf einem Escort Portal eingestellt. Nun konnten Interessierte nach einem Termin mit mir fragen. 2 Stunden kosteten 500 Euro, wobei davon 150 Euro als Provision die Agentur bekam. 800 Euro drückte mir die Chefin noch in die Hand, davon sollte ich gute Kleidung und Dessous kaufen. Die Rückzahlung würde mit den Einnahmen nach und nach verrechnet werden.

Der erste Kunde und kuriose Erlebnisse

Der erste Interessent war zugleich auch einer der kuriosesten. Er wollte einen Dreier. Aber nicht, wie sich die Leser das hier vorstellen mögen. Er buchte mich als Escort für 3 Stunden. Wir trafen uns in seinem Hotel. Ein kleines Doppelzimmer in einem noblen Haus. Nun werden viele Fragen, was mit dem Dreier gemeint ist. Genau das ist das kuriose. Es sollte sich um einen Dreier mit einer Sex Doll handeln. Eine Liebespuppe, eine Art lebensgroße Nachbildung. Damit konnte ich nichts anfangen. Im Verlaufe des Treffens jedoch fand ich das immer noch ein wenig lustig, aber auch erregend. Der Dreier mit der Liebespuppe fand statt und er vollzog den Akt mal mit mir, mal mir ihr. Jeweils abwechselnd. Trotz dieser Kuriosität, war es ein sehr nettes Ereignis. Ich vergaß auch meine Angst, einfach mit einem wildfremden ins Bett zu gehen.

Weitere Termine folgten mit anderen Männern. Darunter befanden sich Kunden aus allen Schichten. Ich ging entweder zum Kunden nach Hause oder wir trafen uns im Hotel. Meine Agentur sorgte sich dabei immer um meinen Schutz. Codewörter am Telefon sollten den Status übermitteln. Es gab hin und wieder einige Männer, die ich nicht so recht mochte. 2 habe ich sogar abgelehnt. Ich bin als Escort Dame selbstständig, kann also auch entscheiden, ob ich ein Date annehme oder lieber ablehne. Die Vorauswahl dafür trifft die Agentur. Im Schnitt habe ich mich mit 8 – 10 Herren im Monat getroffen. Das Alter reichte dabei von 20 – 60 Jahren. Die meisten waren verheiratet. Oft schon sehr lange, die Ehe schon längst nicht mehr glücklich. Aber das sollte mich nicht interessieren.

Musste ich nur mit den Männern ins Bett?

Diese Frage wird mir immer gerne gestellt. Die Antwort lautet Nein. Einige Männer, ja natürlich buchen mich für den schnellen Sex im Hotel. Ein Termin dauert dann 2 – 4 Stunden. Oft gibt es am Ende ein großzügiges Trinkgeld. Andere buchten mich einen ganzen Abend oder mehrere Tage. Hier kam es zu längeren Begleitungen, Abendessen und ja auch Sex. Der Fokus lag aber nicht nur auf den Akt. Besonders mochte ich die Reisebegleitung. Einer buchte mich gleich für 3 Wochen. Wir flogen nach Haiti. Dort musste er einige Geschäfte abwickeln und in der restlichen Zeit kümmerte ich mich um ihn. Mit dem Verdienst brauchte ich einige Monate nicht mehr zur arbeiten. Überhaupt habe ich gut verdient. Ich war sehr zufrieden. Mit Zwang hat das ganze nichts zu tun. Als Escort entscheidest Du selbst. Du kannst Männer ablehnen. Sex findet nur dann statt, wenn alles stimmt.

Doch es gibt auch einen Nachteil. Als Begleitdame bist Du spätestens mit 35 Jahren abgeschrieben. Und länger als 5 Jahre solltest Du den Job nicht machen, sonst ist alles zu routiniert und Du bist verbraucht. Mit 26 Jahren habe ich angefangen. Mit 31 bin ich ausgestiegen. Nun 3 Jahre später bin ich glücklich verheiratet und habe 2 Kinder. Mein Mann weiß von meinem Vorleben. Er hat es akzeptiert.

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